Wood-Plastic-Composite

WPC (englisch Wood Plastic Composites; deutsch Holz-Kunststoff-Verbundwerk-stoffe, Gebrauch unüblich) sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe, die aus unterschiedlichen Anteilen von Holz, Kunststoffen und Additiven bestehen, und durch thermoplastische Formgebungsverfahren, wie z. B. Extrusion, Spritzgiess-verfahren oder Presstechniken im Thermoformverfahren, verarbeitet werden (vergleiche nova-Studie 2005).

Aufbau
Typischerweise bestehen WPC in Deutschland und Mitteleuropa aus einem Holz-faser- oder -mehlanteil von 50% bis 90% und einer Kunststoffmatrix aus Polypropylen (PP) oder weniger häufig aus Polyethylen (PE). Auf dem nordameri-kanischen Markt dominieren WPC mit einem 50-prozentigen Polyethylen-Anteil. Mischungen mit anderen Kunststoffen und Bio-Kunststoffen sind technisch möglich, jedoch wenig verbreitet.

Die Zugabe von Additiven optimiert spezielle Materialeigenschaften: Bindung zwischen Holz und Kunststoff, Fliessfähigkeit, Brandschutz, Farbgestaltung und - besonders für Aussenanwendungen - Witterungs-, UV-, und Schädlingsbeständigkeit.

[Technik
Die Vorteile sind die freie, 3-dimensionale Formbarkeit des Werkstoffs und die grössere Feuchteresistenz. Gegenüber Vollkunststoffen bieten WPC eine höhere Steifigkeit und einen deutlich geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten. Zur Zeit bestehen für WPC noch keine einheitlichen Normen. Bisherigen Langzeit-studien (z.B. Stark et al. 2003) und Schadenfälle aus der Praxis (Principia Consulting 2004) haben gezeigt, das WPCs wie Vollholzprodukte durch UV-Bestrahlung, Feuchte- und Temperatureinwirkung sowie Pilzbefall geschädigt werden können. (Quelle: Kompetenzzentrum Holztechnologie, Wien)

Verwendung
Der Absatzmarkt Decking (Aussenbodenbeläge) hat den grössten Anteil an dem seit einigen Jahren wachsenden nordamerikanischen WPC-Gesamtvolumen von geschätzten 700.000 t im Jahr 2005. Für Europa wird die WPC-Produktion mit 30.000 t (2003) angegeben, Tendenz stark ansteigend. In Deutschland ist WPC im Baubereich und in der Möbelindustrie eingeführt und findet darüber hinaus in der Automobilbranche Anwendung. Die derzeitige  Jahresproduktionsmenge wird auf 10.000 t prognostiziert. Extrudierte Terrassenbodenbeläge, Fussleisten und Möbel-Profile haben zurzeit den grössten Marktanteil. In Zukunft sind weitere Verwendungs-möglichkeiten wahrscheinlich.

Handelsnamen
Ein allgemein akzeptierter deutscher Begriff hat sich bislang nicht etablieren können. Die wörtliche Übersetzung von WPC lautet Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe.

Die Handelsnamen der Hersteller/Händler sind „Kovalex“ (Fa. Kosche), „hightec- Holz“ (Fa. Werzalit), „Wetterholz“ (Fa. Häussermann), „MegaWood“ (Fa. MegaWood), „CopyWood“(Fa. CopyWood), „Flüssigholz“ (Fa. Kleine) oder Thermoplastische Faserstoffe (TPF) (Fa. PPT) und andere.

Quelle: Wikipedia

 



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