Aminoplaste sind niedermolukare Kondensationsprodukte, die in der Anwendung zu duroplastischen Kunststoffen ausgehärtet werden.
Aminoplaste werden durch Kondensation von Aldehyden (meist Formaldehyd) mit Verbindungen hergestellt, die Aminogruppen enthalten (z.B. Harnstoff, Melamin, Cyanamid oder Thioharnstoff). Man spricht auch von Aminoharzen.
Synthesereaktion: n · H2N—CO—NH2 + n · O=CH2 ——> [—HN—CO—NH—CH2—]n + n · H2O n · Harnstoff + Formaldehyd ——> Ausschnitt aus Aminoplastkette + n · Wasser
Diese Reaktion läuft vorerst über die Methylolierung des Harnstoff und anschliessend über die Polykondensation. Bei dieser können neben den Methylenbrücken auch weniger stabile Methylenetherbrücken entstehen.
Beim Aushärten bilden die im wesentlichen linearen Kettenmoleküle untereinander dreidimensionale Verknüpfungen. Die Aminoplaste sind geruch- und farblos und nicht brennbar. Sie werden als Klebstoffe eingesetzt (z.B. in der Spanplatte) und als Isoliermaterial.
Mengenmässig bilden die Harnstoff-Formaldehyd-Harze (UF-Harze) den bei weitem grössten Anteil, bedingt durch ihren Einsatz in der Holzwerkstoffindustrie.
Quelle: Wikipedia
Kunststoff-Lexikon.com ist das Lexikon für die Kunststoffbranche und enthält 415 Einträge